Der Kaffee

Mokasol Kaffee

Geschichte
Pianta

Bekannt ist die Legende vom Hirten Kaldi, der beobachtete, wie seine Ziegen plötzlich ungewöhnlich lebhaft wurden, nachdem sie die Blätter und roten Beeren des Kaffeestrauchs gefressen hatten.

Er sammelte diese Früchte und brachte sie in ein nahe gelegenes Mönchskloster, woraufhin die Mönche daraus ein Getränk zubereiteten, das sie auf magische Weise wach und munter hielt. Angeblich nutzten sie diese Zeit, um länger beten zu können, böse Zungen sprechen hingegen von nächtlichen Orgien und Fressgelagen.

Auch dem Propheten Mohammed wurde vor einer (später gewonnenen) Schlacht vom Erzengel Gabriel eine Tasse heißer Kaffee angeboten. Diese Legende besagt wohl, dass man auch im Jenseits dem Espresso wohlgesonnen ist. Steckt vielleicht ein Körnchen Wahrheit darin?

Der Kaffee wurde aus Äthiopien vermutlich in den Jemen gebracht, von wo aus er seinen Siegeszug in der islamischen Welt antrat, in welcher das wohlschmeckende Getränk auch als Heilmittel betrachtet wurde. Die Venezianer brachten es im 17. Jahrhundert nach Europa, und in Venedig wurden im Jahr 1645 die ersten Cafés eröffnet. Ein Glücksfall für den Kaffee war die Niederschlagung der Türkenbelagerung Wiens im Jahr 1683.

Die Türken flohen Hals über Kopf und ließen gewaltige Kaffeemengen zurück. Diese nutzten die Einwohner Wiens als Grundlage für die klassischen Wiener Kaffeehäuser. Schon im 18. Jahrhundert nahmen wagemutige Abenteurer Kaffeesamen und Sträucher mit auf die Reise, und die Holländer pflanzten sie in Indonesien, die Engländer in Japan und die Franzosen in Martinique. Romantisch begann die Geschichte des Kaffees in Brasilien: In einem Blumenstrauß, welchen die Gouverneurin von Guinea einem anmutigen Brasilianer schenkte. Heute ist der Kaffee in tropischen Regionen auf der ganzen Welt verbreitet.

Der Kaffee des 18. und 19. Jahrhunderts, ein mondänes Getränk für Literaten, Wissenschaftler, Politiker und auch Verschwörer ist heute ein aromatischer Genuss mit bewegter Vergangenheit, den man sich in gut besuchten Cafés oder auch zu Hause gönnt.

Die Kaffeepflanze

Coffea arabica piantaDie Kaffeepflanze (Gattung Coffea) stammt aus der Familie der Rötegewächse. Sie ist eine immergrüne baumartige Pflanze, welche heißes Klima bevorzugt. Daher gedeiht sie besonders gut in tropischen Regionen.

Die zwei als Plantagenpflanzen verwendeten und gehandelten Arten sind Coffea arabica und Coffea robusta. Coffea arabica bevorzugt Bergregionen und kann bis zu acht Meter hoch werden, wird aber so beschnitten, dass sie nicht über drei Meter Höhe erreicht.

Coffea robusta verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie schädlingsresistenter ist und auch unter ungünstigen Klimabedingungen gedeiht. Diese Art ist hitzebeständiger, gedeiht aber nicht über 600 m Seehöhe. Die Blätter beider Arten sind spitzzulaufend und glänzen in einem schönen Dunkelgrün.

Nach nur wenigen Tagen verwandeln sind die weißen Blüten in rote Früchte, genannt „Kaffeekirschen". Nun beginnt die harte Arbeit der Kaffeeernte und Verarbeitung.

Produzenten
produttori

Wie bereits erwähnt sind die wichtigsten Kaffeesorten die Arten Arabica Natur (75% der Gesamtproduktion) und Robusta (25%), die in den Tropen angebaut werden.

Natürliche Arabica-Kaffees gedeihen hauptsächlich in Brasilien, dem weltgrößten Kaffeeproduzenten, und in Äthiopien. Üblicherweise zeichnen sie sich durch ein ausgeprägtes Aroma sowie vollmundigen und ausgewogenen Geschmack aus.

Milds-Kaffees (hauptsächlich aus Mittelamerika und der Karibik) sind charakterisiert durch starke Säure, wenig Körper und intensives Aroma. Robusta-Kaffees werden in Afrika und Asien angebaut und sind sehr stark und vollmundig, haben aber einen holzigen oder erdigen Geschmack. Mischungen

Verarbeitung
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Die Kaffeekirsche enthält normalerweise zwei Kaffeebohnen, welche von einer hauchdünnen Schicht, dem sogenannten Pergamenthäutchen, umgeben sind. In seltenen Fällen kann auch nur eine einzige runde Kaffeebohne enthalten sein. Dann spricht man von Perlbohnen oder Caracoli.

Einst wurden jeweils nur die reifen roten Früchte sorgfältig von Hand gepflückt, und in vielen Plantagen wird auch heute noch diese Methode verwendet, da sie zwar höhere Kosten verursacht, aber auch bessere

Qualität garantiert. Nach der Ernte der Früchte werden die Samen vom Fruchtfleisch getrennt: mittels der Trockenaufbereitung (natürlicher Kaffee) oder Nassaufbereitung (gewaschener Kaffee). Bei der ersten Methode trocknet man die Kaffeekirschen in der Sonne, dann entfernen spezielle Maschinen Schale und getrocknetes Fruchtfleisch.

Bei der Nassmethode werden die Früchte hingegen in großen Wasserbehältern vom Fruchtfleisch befreit. Wenn die Früchte wieder getrocknet sind, wird in einer weiteren Maschine das Pergamenthäutchen entfernt. Nun sind die Kaffeebohnen fertig und werden verpackt und an Märkte auf der ganzen Welt verschickt.